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OPEN FORM:AT - CLARA-MARIE MÜLLER
OPEN STUDIO

Process & Research Sharing


In meiner choreografischen Recherche beschäftige ich mich mit verschiedenen inneren emotionalen Zuständen und damit, diese in den Raum und in choreografische Elemente zu übersetzen.


In meiner Arbeit vibrant matter/s habe ich mich tänzerisch und chreographisch mit Wut als lebensbejahender feministischer Kraft auseinandergesetzt. In der Arbeit erforsche ich die Überschneidungen von sensationellen physischen Zuständen: von Wut, dem Erotischen und Genuss im Körper – alle drei haben für mich mit einem tiefen Zuhören dem Leben und dem Leben in sich selber zu tun. Inspiriert von Sarah Ahmeds Feminist Killjoy und Audre Lordes The Power of the Erotic interessiert mich eine raumgreifende, lebensbejahende Qualität. Das Erotische definiere ich dabei als eine Qualität von Lebendigkeit und Präsenz. In meiner aktuellen choreografischen Recherche landscapes of tenderness beschäftige ich mich mit Zärtlichkeit als innerem Zustand und damit, diesen im Raum durch choreografische Elemente spürbar zu machen.


Konkret möchte ich die FORM:AT-Residenz nutzen, um zwei Workshop-Formate ausgehend von vibrant matter/s und landscapes of tenderness zu entwickeln:


Montag (13.04.) und Freitag (17.04.) liegt der Fokus auf physischen Explorationen und der Arbeit mit verschiedenen sensationellen Zuständen (sensational states), die ich im Prozess der Arbeiten erforscht habe.


Am Samstag (18.04.) möchte ich den Fokus eher auf die choreografischen Arbeitsmethoden legen, die sich durch die Recherchen entwickelt haben und immer weiter entwickeln. Diese dienen als Ausgangspunkt um an individuellen kleinen choreographischen Projekten/Szenen zu arbeiten, mit dem, was die Teilnehmer*innen mitbringen. Es sind keine Vorkenntnisse oder Vorbereitungen nötig dafür, nur ein Interesse und eine Offenheit am Experimentieren.


Im Rahmen dieses OPEN STUDIOS teile ich Einblicke in diesen Prozess, sowie Ideen, Praktiken, Fragestellungen und Wünsche, die während der Residenzzeit entstehen, und öffne einen Raum für Austausch.


Clara-Marie Müller

eine Tänzerin und Choreografin sowie Tanz- und Bewegungslehrerin in verschiedenen Kontexten. Sie hat einen Masterabschluss in Exerce vom Ici-CCn Occitanie/ Montpellier/ Frankreich (2023) und einen Bachelorabschluss in Tanz von der HFMT Köln/ Deutschland (2015). Sie ist fasziniert vom Nervensystem, menschlichen Verbindungen und der Idee der Lebendigkeit, die in beiden liegt. Seit 2014 arbeitet sie mit Choreografen wie I-Fang Lin, See Kollektiv, Zwoisy Mears-Clarke, Anna Konjetzki, Teresa Hoffman& Lina Höhne und Celine Bellut zusammen.

Unter anderem 2017 war sie Stipendiatin des INKUBATOR-Residenzprogramms bei Tanzfaktur Köln in Zusammenarbeit mit dem

audiovisuellen Künstler Axel Pulgar. 2024 hatte sie eine Residenz, die von Mathilde Monnier/ Halles de Tropisme, Montpellier, unterstützt wurde.

2025 wurde sie für die von Shift/ Maquamat organisierte Plattform Telescope Beirut ausgewählt. Sie erhielt das danceweb-Stipendium für Impulstanz 2025 in Wien, unterstützt vom lifelong burning network. Neben ihrer eigenen choreografischen Arbeit arbeitet sie derzeit gemeinsam mit Romane Piffaut, Ahmad Baba, Dominique Tegho und Manolis Tsipos an einem kollektiven Arbeitsprozess rund um das Thema Sprache.

Zeitraum der Recherche: 32.03 - 11.04

TanzFaktur

Pay as you can 5-45€

19.04., 15:00 Uhr

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